Foto: Grit Steußloff

Wenn es wieder mal Baguette geben soll, dann finde ich die Zugabe von Bohnenmehl immer sehr spannend. Weil ich aber nie so viel brauche, dass sich ein großer Kaufpack lohnt, war selbstmachen am besten für mein Backen. Ein Argument war auch, dass Bohnenmehl ranzig werden kann. Ich habe Jumbobohnen verwendet. Versuche von Mitgliedern mit Kichererbsen zu arbeiten, haben kein gutes Ergebnis gebracht, weil die Kichererbsen den Geschmack negativ beeinflussten und sehr dominant waren.

Warum z. B. Bohnenmehl im Baguette? Es soll den Geschmack und die Kruste verbessern. Man sollte aber auf Sicht backen, weil die Baguettes durch das Bohnenmehl schneller braun werden.

Tipps aus der praktischen Umsetzung beim Selbstmahlen von Bohnenmehl

Tipp 1 eine Stahlmühle lässt das Zerkleinern zu, eine Steinmühle geht eher nicht, immer vorher in die Anleitung schauen, was die vorliegende Mühle zuläßt. Mehrere Durchläufe sind notwendig, um das Bohnenmehl fein hinzubekommen.

Tipp 2 Beim Zerkleinern mit einer Gewürzmühle muss man sehr vorsichtig sein, erst grob zerkleinern mit Kleinstintervallen, dann langsam mehr, sonst könnte das Mühlchen geschreddert werden.

Tipp3 mahlen, sieben, mahlen, sieben… So erhält man feinstes Bohnenmehl – ich habe immer gesiebt und den Rest wieder gemahlen.

Tipp 4 ich habe das fertige Bohnenmehl nicht gleich verschlossen, sondern, weil es sich beim Mahlen so erwärmt hat, mit Küchentuch und Gummi verschlossen und einige Tage so stehenlassen, damit die Feuchtigkeit noch abziehen kann.

Mein Praxistipp ist die DinkelKräuterAdele, Grit Steußloff, 10.05.2019

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