Lange Jahre hatte Lutz Geißler auf seiner Seite einen Mehltypenrechner, ein extrem praktisches Excel-Formular, mit dem sich ausrechnen ließ, wie man vorhandene Mehle kombinieren muss, um ein nicht vorhandenes, aber benötigtes Mehl zu simulieren.

Irgendwann war der Rechner leider verschwunden. Von uns darauf angesprochen, schrieb uns Lutz Geißler, er habe den Mehltypenrechner offline genommen, „weil es immer wieder Probleme mit den Excel-Versionen gab“. Und als wir ihm gegenüber laut darüber nachdachten, den Rechner wiederzubeleben, schrieb Lutz: „Wäre schön, wenn Ihr das wieder aufleben lasst.“

Das machen wir sehr gerne. Hier ist er also wieder: Der Mehltypenrechner.

Wichtig zum Mehltypenrechner:

  • Benötigt wird immer eine Type, die kleiner ist als die Zieltype, und eine, die größer ist.
  • Zieltype und Ausgangstypen müssen alle aus dem gleichen Getreide bestehen. Insbesondere kann nicht Roggen in einer angestrebten Weizen- oder Dinkelmehltype eingesetzt werden.
  • Für Vollkornmehle oder sehr feine Schrote setzt Ihr bitte die Type 1800 ein.
  • Der Rechner funktioniert mit deutschen, österreichischen, schweizerischen oder französischen Typenbezeichnungen. Deutsche, Schweizer und österreichische Typen können untereinander gemischt werden. Französische sind nur mit französischen kombinierbar (das T muss weggelassen werden). Solltet Ihr französische Typen mit deutsch-österreichischen mischen wollen: hängt an die französische Type eine Null an (also etwa 650 statt T65)
  • Die italienische Mehltypisiering ist etwas komplizierter, lässt sich aber auch mit dem Rechner simulieren, wenn man den Aschegehalt der Typen kennt. Allerdings enthalten italienische Mehle mehr Gluten – mit deutschen Mehlen ist also nicht ganz das gleiche Ergebnis zu erzielen. Demnach entspricht bei Weizen (Quelle: https://it.m.wikipedia.org/wiki/Farina):
    • Tipo 00: 550
    • Tipo 0: 650
    • Tipo 1: 800
    • Tipo 2: 950
    • Integrale (Vollkorn): 1300 bis 1700

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